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Reden im Reichstag zu Verfassungsänderungen vom 22. -26. Oktober 1918

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Auf, zur Revolution - 1918

Sozialisten auf dem Weg zur Macht

Für einen Frieden um jeden Preis

 

Meinungsgegner werden unterdrückt

 

Sozialisten sehen Wilsons und englische Vorschläge als realistisch

 

Österreichs geheime Verhandlungen mit der Entente – die

SIXTUS - Affäre

 

Der österreichische Hofrat Lammasch vertritt die These, daß ein Frieden möglich sei, wenn Österreich sich von Deutschland trenne

 

Die Denkschrift des Fürsten Lichnowsky, deutscher Botschafter in London von

1912 bis 1914, von Sozialisten in Schweden veröffentlicht, sorgt für Munition der Entente gegen Deutschland –

bis heute

 

Frankreichs Pichon zitiert aus einer deutschen Diplomaten-Note, die zu keinem Zeitpunkt veröffentlicht oder realisiert wurde

Was ist denn überhaupt der sogenannte „preußische Militarismus“, was sind seine „Sünden“ in den Augen unserer Feinde? Nichts anderes ist es, als die straffe Organisation einer Nation, die sich bewußt ist, daß der heutige Weltkampf entweder zu ihrem Untergang oder zur Weiterbetätigung in der Weltwirtschaft und Weltpolitik führen muß. Dieser Militarismus ist geschichtlich in einer Zeit geboren, als Preußen ganz ähnlich wie heute das Deutsche Reich vor der völligen Vernichtung seines Daseins durch Napoleon stand.   Deutsche Zeitung - Nr. 143 – Dienstag, 19. März 1918 –

Der preußische Militarismus und der englische Marinismus. - Von Admiral z. D. von Grapow.

Ausspruch Kitcheners, britischer Kriegsminister: „Nicht der Kanal, sondern die Maas ist die Grenze des britischen Weltreichs.“                Deutsche Zeitung – Nr. 112– Samstag, 02. März 1918 – Tirpitz über Belgien.

In England hat man es voll begriffen, daß es sich jetzt um einen Daseinskampf handelt, dort weiß man, daß ein selbständiges und unabhängiges Belgien gegenüber den vorliegenden größeren Interessen ein Unding ist. Schon 1914 schrieb die „Times“: „Calais - das ist eine englische Sache“ und nicht minder ist man sich darüber klar, daß Belgien entweder von Großbritannien oder von Deutschland abhängig sein wird und muß, und daß ein Drittes gar nicht möglich ist.

Tägliche Rundschau - Nr. 144 – Dienstag, 19. März 1918 - Brauchen wir Flanderns Küste?- Von Geh. Adm. Rat a. D. P. Koch.

 

Der frühere Lordkanzler Haldane: ....., daß uns eine große Gefahr von Deutschland drohe, nicht in erster Linie eine Kriegsgefahr, sondern eine Gefahr, die auf Deutschlands organisatorischer Kraft und auf seinem Unterricht beruht. Die kriegerische Kraft Deutschlands, eine Folge seines Unterrichtssystems

Der Tag – Nr. 196 – Donnerstag, 18. April 1918 – S.7 - England war zum Kriege bereit. - Telegraphische Meldung.

 

 In dieser Sammlung von Presseartikeln sind in erster Linie die Affären „Sixtus“, Pichon und das deutsche Diplomaten-Telegramm, die „Denkschrift“ des ehemaligen deutschen Botschafters Fürst Lichnowsky und die „geheimen“ Friedensaktionen der Österreicher hinter dem Rücken der Deutschen. Dann kommen immer wieder die Sozialdemokraten – die „kleine“ DAIMLER-Affäre nicht zu vergessen  – die Mehrheitsparteien im Reichstag, mit ihren „Bemühungen“ den Krieg – wie auch immer – zu beenden mit ihren Rivalen, den Unabhängigen Sozialdemokraten, die mit ihrer Agitation – wie Lichnowsky mit seiner „Denkschrift“ – für Propagandamunition der Entente sorgen.

 Warum nicht die ganzen Informationen zusammenfassen zu einem geformten Block?

 Die einzelnen Presseartikel und Berichte sind nicht von mir geschrieben, wohl ausgesucht – was ist schon rein objektiv? – und geben einen besseren Einblick in die Geschichte der vorrevolutionären Zeit im Deutschland des Jahres 1918.

 Die Linie, die zur Revolution führt kann man wesentlich besser nachvollziehen, selbst bei den hier ausgewählten Artikeln und Reden, auch wenn manches sich in verschiedenen Zeitungen wiederholt. Der ausgeübte Einfluß durch Auswahl der Artikel bleibt in Grenzen, so daß man sich seine eigene Meinung über die Vorgänge im politischen Deutschland im letzten Jahr des Ersten Weltkrieges bilden kann. Feinheiten in den Reden und den einzelnen Artikeln können besser erfaßt werden und die Gefahr, zu einem Trugschluß zu kommen, wird wesentlich geringer.

 Das Ziel der Revolution ist noch verdeckt, doch an manchen Stellen kommt es schon sehr deutlich zur Sprache; die Fahne der Revolution weht unsichtbar über der deutschen Politik des Jahres 1918.

   Hervorhebungen in den Texten wurden in der Regel von mir vorgenommen (Fettdruck, Absätze).Die Rechtschreibung wurde generell übernommen.

 Bezugnahmen auf das „Berliner Tageblatt“ konnten nicht mit entsprechenden Artikeln belegt werden, da es in der Zeit von März, April und Mai 1918 nur in der Wochenendausgabe verfügbar war.

verwendete Presseerzeugnisse

BAP

Berliner Abendpost

BBZ

Berliner Börsen Zeitung

BNN

Berliner Neueste Nachrichten

BTB

Berliner Tageblatt

DRB

Der Reichsbote

DT

Der Tag

DTZ

Deutsche Tageszeitung

DVB

Deutsches Volksblatt (Österreich)

DZ

Deutsche Zeitung

Excelsior

Excelsior (Frankreich)

FDB

Fremdenblatt  (Österreich)

KHZ

Königsberger Hartungsche Zeitung

KOL

Kolmarer Kreiszeitung

Le Temps

Le Temps (Frankreich)

NAZ

Norddeutsche Allgemeine Zeitung

NFP

Neue Freie Presse   (Österreich)

NWJ

Neues Wiener Journal (Österreich)

NZZ

Neue Züricher Zeitung (Schweiz)

POS

Posener Tageblatt

TR

Tägliche Rundschau

VOS

Vossische Zeitung

VOW

Vorwärts

WAP

Wiener Abendpost    (Österreich)

WZ

Wiener Zeitung    (Österreich)

 

Bismarck zur Haltung Frankreichs zu Deutschland in seiner Reichstagsrede vom 11.Januar 1887:

Die Wahrscheinlichkeit eines französischen Angriffs auf uns, die heute nicht vorliegt, tritt ein, wenn unter dem Eintritt einer anderen Regierung als die heutige, Frankreich irgend einen Grund hat, zu glauben, daß es uns überlegen sei. Dann, glaube ich, ist der Krieg ganz sicher ....denn so bald sie glauben, zu siegen, fangen sie den Krieg an.